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Artenschutz

Insgesamt gibt es in Niedersachsen nur noch sechs Standorte, an denen die Gelbbauchunke vorkommt. Die Ballertasche gehört zum europäischen Netzwerk NATURA 2000.
Weitere Informationen des Landkreises erhalten Sie hier: www.landkreis-goettingen.de (Faltblatt Ballertasche)

Im Naturpark kommt eine der seltensten und gefährdetsten Amphibienarten in Niedersachsen vor: die Gelbbauchunke.

Die Gelbbauchunke ist eine Art, die ursprünglich natürliche Flussauen besiedelte, in denen durch die natürliche Dynamik des Wassers, Hochwasser und Erosion immer wieder neue Kleinstgewässer entstehen. Hier findet sie ihre Nahrung (Insekten, Mückenlarven, Würmer und Nacktschnecken) und legt sie ihre Eier an Wasserpflanzen im Frühsommer ab.
Durch den Ausbau und die Begradigung der Flüsse sind diese Lebensräume in Mitteleuropa sehr selten geworden. Stattdessen ist die Gelbbauchunke auf Pionierstandorte in Ton- und Kiesgruben ausgewichen. Durch ständige Bodenbewegungen beim Kiesabbau werden immer wieder offene und vegetationsfreie Flächen geschaffen, die sich zeitweise mit Wasser füllen. Ein optimaler Lebensraum für die Gelbbauchunke.

Ein solches Kiesabbaugebiet befindet sich im Naturpark an der Weser: die Ballertasche. Im Jahr 1965 wurde die Gelbbauchunke hier erstmalig nachgewiesen. 1987 wurden 17 Hektar Fläche vom Landkreis Göttingen aus Mitteln für Ersatzmaßnahmen der Deutschen Bundesbahn auf 30 Jahre gepachtet. Um den Bestand zu sichern, werden als „Pflegemaßnahme“ alle 2-3 Jahre neue Laichgewässer angelegt, da alte, bewachsene Tümpel von der Unke nicht mehr angenommen werden. Die Pflegemaßnahmen werden im Rahmen des Artenschutzprogramms vom Land Niedersachsen mit betreut.