27. September - Hohlwege im Bramwald

Hohlwege sind Wege, die sich durch jahrhundertlange Nutzung mit Vieh und Fuhrwerken sowie abfließendes Regenwasser in das umgebende Gelände eingeschnitten haben. Manche wirken mit ihren dicht bewachsenen Hängen an beiden Seiten und einem Dach aus Ästen, wie grüne Tunnel.
Sie treten nicht nur in Lößlandschaften, sondern auch in Gebieten mit starker Waldnutzung auf weichen Substraten auf, wie bei uns im Buntsandstein. Der sehr weiche Boden wurde durch Fuhrwerke mechanisch zermahlen; die feinen Sandkörner wurden durch Wind und Regen weggeschwemmt. Dadurch vertieften sich die Wege von Jahr zu Jahr – es entstanden Hohlwege. Manche wirken mit ihren dicht bewachsenen Hängen an beiden Seiten und einem Dach aus Ästen wie grüne Tunnel.
Schon Friedrich Schiller ließ den Landvogt Geßler “durch diese hohle Gasse kommen”. Hohlwegen haftet etwas Mystisches und Unheimliches an. Um viele ranken sich Geschichten über unheimliche Begegnungen.
All dies gesagte wird vor Ort sichtbar, wenn man ein Auge dafür bekommt. Diesen Blick wird uns Dr. Helmuth Freist schärfen und Geschichte lebendig werden lassen.

Referent:
Dr. Helmuth Freist, ehemaliger Leiter des Forstamtes Bramwald

Datum:
Sonntag: 27. September, von 14.00 bis 16.00 Uhr

Treffpunkt:
Am Eichhof, Ortsausgang von Gimte in Richtung Hemeln,

Unkostenbeitrag:
Mitglieder 1,50 €, Nichtmitglieder 3,00 € ( Kinder und Jugendliche frei)